In einer Branche, in der Jobwechsel alle zwei bis drei Jahre die Norm sind, Technologien in Fünf-Jahres-Zyklen kommen und gehen und selbst etablierte Unternehmen innerhalb einer Dekade verschwinden können, sind 25 Jahre eine bemerkenswerte Zeitspanne. Nicht weil es ein besonderes Kunststück wäre, sondern weil die Voraussetzungen dafür, in der IT so lange zu bestehen, sich immer wieder grundlegend ändern.

Die Anfänge

Vor 25 Jahren war COMINTO nicht mehr als zwei Rechner, ein BNC-Netzwerkkabel und die Überzeugung, dass wir gute Software bauen können. Kein Business-Plan, kein Investor, kein Sicherheitsnetz. Die ersten Kunden haben uns eine Chance gegeben, bevor wir irgendetwas beweisen konnten.

Die ersten Jahre waren geprägt von langen Nächten, knappen Budgets und der Realität, dass jeder einzelne Auftrag existenziell wichtig war. Was damals zählte, war einfach. Zuverlässig liefern, pünktlich, in guter Qualität, sodass der Kunde zurückkommt. An diesem Grundprinzip hat sich in 25 Jahren nichts geändert.

Was 25 Jahre in der IT-Branche bedeuten

In dieser Zeitspanne haben wir jeden größeren Technologiewechsel mitgemacht. Von lokalen Netzwerken zu Cloud-Infrastruktur. Von Wasserfall-Methodik zu Agile und DevOps. Von manueller Entwicklung zu KI-gestütztem Coding. Jeder dieser Wechsel hat Unternehmen verschwinden lassen, die sich nicht angepasst haben oder nicht schnell genug anpassen konnten.

Die Fähigkeit, sich technologisch weiterzuentwickeln, ist eine notwendige Bedingung für das Überleben. Aber sie reicht nicht aus. Viele Unternehmen, die technisch auf dem neuesten Stand waren, sind trotzdem gescheitert, weil sie die Kundenbedürfnisse aus den Augen verloren haben oder weil das Team auseinandergefallen ist.

Was sich bewährt hat, ist eine Balance: Neue Technologien lernen und einsetzen, ohne Bewährtes über Bord zu werfen. Trends prüfen, ohne jedem Trend zu folgen. Sich weiterentwickeln, ohne die eigene Identität zu verlieren. Das klingt nach einer Binsenweisheit, aber in der Praxis ist es eine tägliche Abwägung, die selten einfach ist.

Menschen und Beständigkeit

Das Bemerkenswerteste an 25 Jahren COMINTO sind nicht die Technologien und nicht die Projekte. Es sind die Menschen und die Dauer ihres Engagements.

Ein Kollege, der als Praktikant angefangen hat, „einfach mal reinschnuppern“, und 25 Jahre geblieben ist. Nicht weil es keine Alternativen gegeben hätte. In der IT-Branche gibt es immer Alternativen, oft mit höherem Gehalt, moderner klingenden Projekten, größeren Namen auf dem Briefkopf. Er ist geblieben, weil aus Kollegen ein vertrautes Miteinander geworden ist und die Arbeit über all die Jahre Sinn ergeben hat.

Das ist kein selbstverständlicher Zustand. Er entsteht nicht durch Benefits, Tischkicker oder Obstschalen. Er entsteht durch echte Wertschätzung, durch Vertrauen und durch das gemeinsame Überstehen schwieriger Phasen. Und davon gab es genug: Konjunktureinbrüche, gescheiterte Projekte, Technologiewechsel, die alles in Frage stellten. Beständigkeit zeigt sich nicht in den guten Jahren. Sie zeigt sich in den schwierigen.

Die Feier

Als wir den Meilenstein erreicht haben, haben wir eine bewusste Entscheidung getroffen: Wir nehmen uns Zeit, um uns zu feiern. Richtig. Mit dem gesamten Team auf einer Kreuzfahrt von Kiel über Aarhus nach Kopenhagen und zurück. Drei Tage mit Fahrradtouren, Sightseeing und Zeit füreinander.

Keine Powerpoint-Präsentation über die Strategie der nächsten fünf Jahre. Kein Workshop, der als Feier getarnt ist. Einfach zusammen sein und die Tatsache anerkennen, dass 25 Jahre gemeinsamer Weg eine besondere Leistung sind. Von allen Beteiligten.

Was bleibt

25 Jahre haben bestimmte Überzeugungen verfestigt.

Technologie ist das Werkzeug, nicht das Ziel. Das Ziel ist, Kundenprobleme zu lösen. Die Technologie, mit der das geschieht, ändert sich alle fünf Jahre. Die Fähigkeit, zuzuhören und zu verstehen, was der Kunde wirklich braucht, ändert sich nicht.

Vertrauen baut sich langsam auf und schnell ab. Jeder Auftrag, der pünktlich und in guter Qualität geliefert wird, fügt ein Stück hinzu. Ein einziger gravierender Fehler kann Jahre an aufgebautem Vertrauen zerstören. Das Bewusstsein dafür muss in jedem Projekt präsent sein.

Die Technologie wird sich in den nächsten 25 Jahren stärker verändern als in den letzten. KI wird die Softwareentwicklung transformieren. Cloud wird endgültig zum Standard. Neue Plattformen werden entstehen und wieder verschwinden. Was bleiben wird: Die Notwendigkeit, Probleme zu verstehen. Die Bedeutung von verlässlichen Teams. Und der Wert von Menschen, die zusammenarbeiten, weil sie es wollen, nicht weil sie keine Alternative haben.